Immobilienlexikon.
Die wichtigsten Begriffe rund um Kauf, Verkauf und Bewertung, verständlich erklärt von unseren Immobilienökonomen.
40 Begriffe
Abstandsfläche
Die Fläche vor der Außenwand eines Gebäudes, die frei bleiben muss. Sie sichert Belichtung, Belüftung, Brandschutz und den Abstand zum Nachbarn.
Annuität
Die Annuität ist die gleichbleibende Rate aus Zins und Tilgung beim Immobiliendarlehen. Sie macht die monatliche Belastung planbar.
Bauabnahme
Mit der Bauabnahme erklärt der Bauherr, dass er das fertige Werk als vertragsgemäß annimmt. Ab diesem Termin verschieben sich Risiko und Beweislast.
Beleihungswert
Der Beleihungswert ist der Wert, den eine Bank einer Immobilie dauerhaft als Kreditsicherheit zutraut. Er liegt unter dem Kaufpreis.
Courtage
Die Courtage ist das Erfolgshonorar des Maklers. In Nordrhein-Westfalen sind marktüblich 7,14 Prozent des Kaufpreises, geteilt auf beide Seiten.
Oft gesuchtDarlehen
Ein Immobiliendarlehen ist ein zweckgebundener Kredit für Kauf, Bau oder Modernisierung. Als Sicherheit dient in aller Regel eine Grundschuld.
Eigenkapital
Eigenkapital sind die eigenen Mittel, die Sie beim Immobilienkauf einsetzen. Es senkt das Risiko der Bank und damit Ihren Zinssatz.
Flurstück
Das Flurstück ist die kleinste amtlich vermessene Einheit im Liegenschaftskataster. Gemarkung, Flur und Nummer bezeichnen Ihr Grundstück eindeutig.
Grundbuch
Das Grundbuch ist das öffentliche Register der Grundstücke. Es zeigt, wem eine Immobilie gehört und welche Rechte und Lasten auf ihr liegen.
Oft gesuchtGrundschuld
Die Grundschuld ist ein Grundpfandrecht in Abteilung III des Grundbuchs. Sie sichert das Darlehen der Bank und bleibt auch nach der Tilgung bestehen.
Oft gesuchtHausgeld
Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung der Wohnungseigentümer für Betrieb, Verwaltung und Rücklage des gemeinschaftlichen Eigentums.
Oft gesuchtHypothek
Die Hypothek ist ein Grundpfandrecht, das fest an eine bestimmte Forderung gebunden ist. Sie sinkt mit jeder Tilgung und wird heute selten bestellt.
Immobilienbewertung
Die Immobilienbewertung ermittelt den Verkehrswert eines Hauses, einer Wohnung oder eines Grundstücks nach anerkannten Verfahren zu einem festen Stichtag.
Oft gesuchtInstandhaltungsrücklage
Zweckgebundenes Gemeinschaftsvermögen einer WEG für spätere Erhaltungsmaßnahmen. Seit der Reform heißt sie im Gesetz Erhaltungsrücklage.
Oft gesuchtJahresabrechnung Nebenkosten
Die Jahresabrechnung stellt Vorauszahlungen und tatsächliche Kosten gegenüber, in der Eigentümergemeinschaft ebenso wie gegenüber Mietern.
Kaufvertrag
Der Immobilienkaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Er regelt Kaufpreis, Übergabe und Haftung und ist die Grundlage für den Eigentumswechsel.
Oft gesuchtLagebeurteilung
Die Lagebeurteilung bewertet Makrolage und Mikrolage einer Immobilie. Sie ist der wichtigste Einzelfaktor für Wert, Vermietbarkeit und Verkaufsdauer.
Marktwert
Der Marktwert ist der Preis, den eine Immobilie am freien Markt erzielen würde. Er ist gleichbedeutend mit dem Verkehrswert und hängt vor allem von der Lage ab.
Oft gesuchtNotarkosten
Notarkosten sind bundeseinheitlich nach dem GNotKG festgelegt. Zusammen mit dem Grundbuchamt liegen sie bei etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises.
Oft gesuchtObjektbesichtigung
Die planmäßige Prüfung einer Immobilie vor dem Kauf. Sie deckt Mängel auf und liefert die Grundlage für Kaufentscheidung und Preisverhandlung.
Pacht
Die Pacht überlässt ein Grundstück oder einen Betrieb gegen Entgelt zur Nutzung und erlaubt zusätzlich, die Erträge daraus zu ziehen.
Provision
Die Provision ist der Maklerlohn für eine erfolgreiche Vermittlung. Seit Dezember 2020 teilen sich Käufer und Verkäufer die Kosten bei Wohnungen.
Oft gesuchtQuadratmeterpreis
Der Quadratmeterpreis setzt den Kaufpreis ins Verhältnis zur Wohnfläche. Er macht Objekte vergleichbar, taugt aber nie als alleiniger Maßstab.
Realteilung
Bei der Realteilung wird ein Grundstück in mehrere selbständige Grundstücke mit eigenen Flurstücken und eigenen Grundbuchblättern aufgeteilt.
Sondereigentum
Sondereigentum ist der Teil einer Eigentumswohnung, der einem Eigentümer allein gehört. § 5 WEG grenzt ihn vom gemeinschaftlichen Eigentum ab.
Sondernutzungsrecht
Das Sondernutzungsrecht erlaubt einem Eigentümer die alleinige Nutzung einer Fläche, die rechtlich gemeinschaftliches Eigentum bleibt.
Spekulationssteuer
Wer eine Immobilie innerhalb von zehn Jahren wieder verkauft, versteuert den Gewinn. Selbst genutztes Wohneigentum ist unter Bedingungen ausgenommen.
Oft gesuchtTeileigentum
Teileigentum ist das Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, etwa Läden, Praxen oder Garagen, samt Miteigentumsanteil.
Teilungserklärung
Die Teilungserklärung teilt ein Grundstück in Wohnungs- und Teileigentum auf und legt fest, was Sondereigentum ist und wer welche Kosten trägt.
Oft gesuchtTilgung
Die Tilgung ist der Teil der Darlehensrate, der die Schuld abbaut. Ihre Höhe entscheidet über Laufzeit und Gesamtkosten der Finanzierung.
Umlageschlüssel
Der Umlageschlüssel bestimmt, wie die Kosten einer Wohnungseigentümergemeinschaft auf die einzelnen Eigentümer verteilt werden.
Umschuldung
Bei einer Umschuldung lösen Sie ein laufendes Immobiliendarlehen durch ein neues ab, meist zum Ende der Zinsbindung und zu anderen Konditionen.
Verkehrswert
Der Verkehrswert ist der Preis, der zum Stichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbar wäre. Er ist gesetzlich definiert und wird auch Marktwert genannt.
Oft gesuchtVollfinanzierung
Die Vollfinanzierung deckt den gesamten Kaufpreis ohne Eigenkapital ab, teils auch die Nebenkosten. Die Bank verlangt dafür höhere Zinsen.
Vorfälligkeitsentschädigung
Zahlen Sie Ihr Darlehen vor dem Ende der Zinsbindung zurück, verlangt die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung für die entgangenen Zinsen.
WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)
Alle Eigentümer eines aufgeteilten Hauses bilden die WEG. Sie ist rechtsfähig, verwaltet das gemeinschaftliche Eigentum und entscheidet durch Beschluss.
Oft gesuchtWohnrecht
Das Wohnrecht erlaubt es, eine Wohnung oder ein Haus dauerhaft zu bewohnen, ohne Eigentümer zu sein. Es steht in Abteilung II des Grundbuchs.
Wohnungseigentum
Wohnungseigentum ist das Sondereigentum an einer Wohnung, verbunden mit dem Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum (§ 1 Abs. 2 WEG).
Zinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem Ihr Darlehenszins unverändert bleibt. Sie bestimmt, wie sicher und wie flexibel Sie finanzieren.
Zwangsversteigerung
Bei der Zwangsversteigerung verkauft das Amtsgericht eine Immobilie öffentlich, um Forderungen zu befriedigen oder eine Gemeinschaft aufzulösen.
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